Der Arbeitskreis Folsäure & Gesundheit

Folsäure/Folat ist ein wasserlösliches B-Vitamin, das für alle Wachstums- und Entwicklungsprozesse des Körpers unentbehrlich ist. Doch leider nehmen viele Menschen zu wenig von diesem lebenswichtigen Vitamin auf.

Der Arbeitskreis Folsäure & Gesundheit informiert rund um das Thema Folat und Folsäure und gibt Tipps, wie die Folatversorgung verbessert werden kann.

Logo Arbeitskreis Folsäure und Gesundheit

Der Arbeitskreis stellt sich vor

Kurzporträt

Hier können Sie sich über die Gründung des Arbeitskreises Folsäure & Gesundheit und über dessen Aufgaben informieren.


Positionen

Der Arbeitskreis Folsäure & Gesundheit vertritt bestimmte Positionen in der Öffentlichkeit, die Sie hier nachlesen können


Mitglieder und Gäste

Der Arbeitskreis Folsäure & Gesundheit besteht aus 19 Mitgliedern und 8 Gästen, über die Sie hier Näheres erfahren.


Aktuelles

Auch gut fürs Herz: Folsäuresupplementation geht mit vermindertem Risiko für angeborene Herzfehler einher

Von der ersten Schwangerschaftswoche an läuft die Zellteilung auf Hochtouren, damit aus der befruchteten Eizelle ein Embryo entsteht. Bereits früh werden dabei das Herz sowie das Neuralrohr gebildet, aus dem sich das zentrale Nervensystem entwickelt. „Eine Unterversorgung der Schwangeren in dieser Zeit mit dem B-Vitamin Folat kann nicht nur das Risiko für Neuralrohrdefekte, sondern auch …

Bei Kinderwunsch und darüber hinaus: Folsäure nicht vergessen

Interview mit Dr. Klaus Doubek, niedergelassener Frauenarzt, Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte e. V. und Mitglied im Arbeitskreis Folsäure & Gesundheit, zur Bedeutung der Folsäuresupplementation sowie bedarfsgerechten Versorgung vor und während der Schwangerschaft. Herr Dr. Doubek, die sogenannte SuSe II‑Studie zeigt abermals den großen Aufklärungsbedarf bei Frauen im gebärfähigen Alter, was die Bedeutung der Folsäuresupplementation vor und während der Schwangerschaft …

Folatreiche Ernährung: Das können Verbraucherinnen und Verbraucher tun

Interview mit der Folsäure-Botschafterin und Diplom-Ökotrophologin Ingrid Zobel‑Gajek zum Thema: Warum eine folatreiche Ernährung – insbesondere für Frauen im gebärfähigen Alter – wichtig ist und wie sie erreicht werden kann. Frau Zobel‑Gajek lebt selbst mit einem Neuralrohrdefekt. Es kann verwirrend sein: Im Alltag stoßen Verbraucherinnen und Verbraucher auf die Begriffe Folate, Folat und Folsäure – was …

Folsäure

Folsäure – ein B-Vitamin

Folsäure ist ein wasserlösliches B-Vitamin. Im Jahre 1941 gelang es erstmalig, Folsäure aus Spinatblättern zu extrahieren. Daher stammt auch der Name, der sich vom lateinischen Wort „folium“, für „das Blatt“, ableitet. Lange Zeit fand das Vitamin wenig Beachtung. Mit den neu gewonnenen Erkenntnissen zur vorbeugenden Wirkung von bestimmten Erkrankungen gewinnt die Folsäure jedoch mehr und mehr an Bedeutung.

Heute weiß man, dass Folsäure eine Reihe von Funktionen im Stoffwechsel des menschlichen Körpers zu erfüllen hat. In erster Linie ist sie für die Zellerneuerung und das Zellwachstum verantwortlich.

Folsäure schützt vor Neuralrohrdefekten (NRD), einer angeborenen Fehlbildung durch gestörte Entwicklung des Rückenmarks und/oder des Gehirns während der Embryonalentwicklung, d.h. in den ersten Wochen der Schwangerschaft. NRD kann in zwei Formen auftreten, als Spina bifida die im Volksmund auch als „offener Rücken“ bekannt ist, oder als Anenzephalie, dem teilweisen oder vollständigen Fehlen des Gehirns.

Eine weitere wichtige Funktion der Folsäure ist die schützende Wirkung vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sie ist für den Abbau des gefäßschädigenden Homocysteins im Blut mitverantwortlich. Somit kommt dem Vitamin eine Schlüsselrolle im Kampf gegen Herzinfarkt und Schlaganfall zu. In größeren Mengen enthalten pflanzliche Lebensmittel und Leber das Vitamin Folsäure. Besonders hohe Gehalte finden sich in Broccoli, Endiviensalat, Spinat und Hühnerleber. In Deutschland lässt die Folsäure-Versorgung zu wünschen übrig. Die Umsetzung der Empfehlungen gestaltet sich schwierig, da bei der Zubereitung von Speisen durchschnittlich ein Drittel des Vitamins zerstört wird. Im Einzelfall, wie bei langem Erhitzen oder Warmhalten, können diese Verluste auch weit darüber liegen. Die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlene tägliche Menge von
300 µg wird im Durchschnitt nicht erreicht (siehe Information zu neuen Folat-Referenzwerten).
Außerdem sollten Frauen schon vor der Schwangerschaft und im ersten Drittel der Schwangerschaft 400 µg in Form von Präparaten aufnehmen.
Eine Anreicherung von Grundnahrungsmitteln ist daher sehr sinnvoll, um eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Folsäure zu erreichen.

Hier finden Sie eine Übersicht zu Folatvorkommen in verschiedenen Lebensmitteln: